Winfried Bode (konzertLESUNG)

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Datum/Zeit
Date(s) - 05/04/2019
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Bistro hinterm Deich

Kategorien


konzert

Der Kölner Sänger, Gitarrist, Song-Schreiber und Band-Leader WINFRIED BODE ist seit 1965 “on the road”, in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland. Als “Kind” der 1950er/1960er Jahre wurde er geprägt von der Musik jener Zeit – von Soul und Sixties Pop, von Rock ‘n’ Roll, Rhythm & Blues und Folk Rock. Aber auch jüngere Jahrzehnte haben ihre Spuren in Winfried Bode‘s Musik hinterlassen, denn gute Songs gab und gibt es zu allen Zeiten. Gemeinsam ist allen diesen Einflüssen die Art und Weise, wie sie von ihm interpretiert werden. – Das trifft sowohl zu auf Winfried Bode‘s rund 1.500 stilistisch vielfältige eigene Songs als auch auf seine individuellen Versionen ausgewählter “Klassiker” der Pop-Musik. Ein Abend voller Überraschungen der durch die Lesung abgerundet wird.

LESUNG

Die altmodisch gruselige und zugleich amüsante Story „Der Doppelgänger“

von Bram Stoker (das ist auch der Autor des Romans „Dracula“) erzählt von einem Engländer, Mr. Arthur Fernlee Markam, der mit seiner Familie Urlaub an der schottischen Küste macht.

Mit seinen Bemühungen, sich zu kleiden und zu benehmen, wie es seiner Meinung nach ein echter Schotte tut, gibt er sich der Lächerlichkeit preis; das ist der amüsante Teil der Geschichte. Der unheimliche Teil ist, dass Mr. Markam bei einsamen Spaziergängen am Strand  „sich selbst“

begegnet. Obwohl diese Begegnungen auch einen Gewinn haben – nämlich, ihm die Augen für seine Eitelkeit und Lächerlichkeit zu öffnen – , endet die Story gruselig-rätselhaft. „Der Doppelgänger“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass Komisches und Unheimliches einander nicht ausschließen müssen.

Das Gruselige dieser Story ist bei weitem nicht so drastisch und blutig

wie in der heutigen Literatur (und noch mehr im Film, wo ja heutzutage

sozusagen „Alles“ gezeigt wird), und das Amüsante hat nicht den

Alle-10-Sekunden-ein-Brüller-Schenkelklopfer-Effekt wie vieles, was

heutzutage unter dem Begriff „Comedy“ firmiert. Sowohl das Unheimliche

als auch das Komische in „Der Doppelgänger“ ist eher atmosphärisch und

feiner gesponnen. Dazu trägt natürlich auch die Sprache bei, der man

anmerkt, dass sie dem 19. Jahrhundert entstammt.

 

 

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